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Propheten – gibt’s die heute noch?

Andy Messner | 27. Mai 2012 | 2012 | Schlagworte: Christsein , Nachfolge , Prophet , Gottes Wort

Im Alten Testament gibt es viel Propheten, doch was war ihre Aufgabe und ihre Funktion? Wer waren diese? Mose, Samuel, Elia... Der letzte Prophet des Alten Bundes war Johannes der Täufer. Er bereitet den Weg auf den wahren Propheten. Die meisten Propheten waren Männer. Doch es gab auch drei Prophetinnen: Miriam, Deborah und Hulda. Dies ist etwas besonderes, da Frauen zu dieser Zeit eine untergeordnete Rolle in der Gesellschaft gespielt haben.

Die Propheten waren Vorbilder, sie sollten das Volk wachrütteln, Missstände aufdecken, und außerdem die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ansprechen. Das Volk sollte durch ihren Wandel erfahren, wie sich Gott das Leben vorstellt. Doch es waren normale Menschen, wie Du und ich.

Das Volk spielte immer das gleiche Spiel: Es war in sich verliebt, sie hatten ihre Götzen, ... Gott wollte darauf aufmerksam machen. Doch diese Aufgabe war nicht leicht. Es war schwer zu sagen, "Ihr lebt falsch, tut Buße!" Dieser Job war nicht populär!

a) Wie entstanden Prophetien?
- Die Propheten hörten auf Gottes Stimme.
- Durch Eingebung, die sie von Gott empfingen und weiter gaben.

Samuel - Akustisch
Jeremia - Traum
Daniel - Studium im Wort

Hatten sie die Offenbarungen empfangen, ging es daran, sie an das Volk weiter zu geben. Die Alttestamentlichen Propheten greifen auf Kreativität zurück:

Jona - öffentlich
Natan - persönlich
Habakuk - schriftlich

Dies alles geschah, weil Gott durch sie das Volk wachrütteln wollte.

b) Was war Ziel und Inhalt der Prophetie?
Wachrütteln, Aufruf zur Buße
Jedes Mal ist es die selbe Botschaft... Hätte Gott nicht sagen können: "Jetzt ist Schluss?" Die Antwort ist einfach: Gott ging es um seinen Sohn Jesus. Jesus ist der zentrale Punkt der Prophetie! Die Botschaften waren ein Aufruf: "Der Messias kommt bald."

Gibt es heute noch Propheten?
NEIN! So wie wir sie im AT vorstellen nicht. Das Amt war immer ein Beruf. Die Bibel ist abgeschlossen, Gott beruft keine Propheten mehr.
JA! Vielleicht wunderst du dich jetzt. Die Gesellschaft damals und heute unterscheiden sich kaum. Die prophetischen Aufgaben gleichen in vielem einem Nachfolger von Jesus.

 

1. Ein Prophet und ein Nachfolger von Jesus sind berufen durch Gott. Wenn Du durch Gott berufen bist, sprichst du in der Autorität Gottes. Du sollst dich Gott ganz zur Verfügung stellen, sein Eigentum sein, ohne Wenn und Aber! Missbrauchen wir Jesus für unsere Ziele? Du bist berufen vom Schöpfer des Universums.

2. Ein Prophet und ein Nachfolger von Jesus sind Menschen wie Du und Ich. Zum Beispiel kam Elia aus einer primitiven Gegend. Gott holt sich dort seinen Propheten. Woher kommst Du? Die Propheten waren eher mit Angst erfüllt. Genau diese Art von Menschen will, wählt und formt Jesus. Mit ihnen will Gott Geschichte schreiben. Er redete durch sie zur damaligen Gesellschaft. Mache deine Augen auf! Wir leben in einer Gesellschaft, die Gott nicht akzeptiert.

3. Ein Prophet und ein Nachfolger von Jesus sind Vorbilder. Sie sollten die Gesellschaft wach rütteln. Auch du bist herausgefordert diese Gesellschaft wach zu rütteln. Gleicht dein Lebensstil einem Gottesdienst, wie Gott es sich vorstellt? Gott will, dass Du ein Leben lebst, dass ihm ähnelt. Wir repräsentieren Jesus seit 2.000 Jahren. Lassen wir Jesus in der Familie, bei der Arbeit, unserem Freundeskreis, ... durchblicken? Lebe einfach das Leben von Jesus in dir! Stelle dich ihm zur Verfügung, dann werden die Menschen um dich herum irgendwann automatisch nach Jesus fragen.

4. Ein Prophet und ein Nachfolger von Jesus rufen zur Umkehr. Lade in die Beziehung mit Gott ein, in der Klasse, im Sport, ... Wenn wir die Augen aufmachen, sehen wir viele Menschen die sich im Hobby etc. einen eigenen Gott geschaffen haben. Wer macht das den Menschen in Deinem Umfeld klar??? DU!!! Überlasse sie nicht Profis. Was kann passieren, wenn eine Generation wie ihr dazu aufruft, lasst euch versöhnen mit Gott? Und wenn ihr nicht wegschaut? Es kann etwas ganz Neues passieren.

5. Ein Prophet und ein Nachfolger von Jesus hören auf die Stimme Gottes. Auch wir sollten auf Gottes Wort hören. Wie tun wir das?

a) Wir hören Gott reden durch sein Wort. Wir lesen in der Bibel, d.h. ich fülle mein Gedanke mit Gottes Gedanken.

b) Wir nehmen Gottes Reden durch Eindrücke wahr. Je näher die Wiederkunft von Jesus kommt, sollten wir nicht überrascht sein, dass Gott durch Träume oder Eindrücke zu uns HEUTE reden kann.

c) Wir erleben Gottes Reden durch die Gabe der Prophetie. Es gibt Menschen, die diese Gabe haben. Es sind meistens Worte oder Eindrücke, die Richtungsweiser sein können für unser Leben. Die persönliche Prophetie wird in unseren Gemeinden wenig genutzt.

Prophetie ist keine Nebensächlichkeit und nicht mit der im Alten Testament zu verwechseln. Der BIBEL muss nichts mehr hinzugefügt werden.


Andy Messner

Andy Messner ist verheiratet und Leiter des Orientierungsjahres. Das Orientierungsjahr ist eine überkonfessionelle Einrichtung, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine ganzheitliche und christuszentrierte Orientierung geben möchte. Das Orientierungsjahr ist ein Arbeitszweig der Evang. Brüdergemeinde in Korntal. Andy Messner verantwortet die Bereiche Bibelschule, Jüngerschaft & Missionseinsätze. Vor dieser Tätigkeit arbeitete er zusammen mit seiner Frau Margit bei den Fackelträgern.