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Faszination Naturwissenschaften und die Frage nach Gott

Naturwissenschaft und Gott, muss das eigentlich zwangsläufig ein Widerspruch sein? Mit dieser immer aktuellen Frage beschäftigte sich Prof. Dr. Thomas Schimmel am Sonntag Abend. Wie aktuell das Thema ist, sieht man alleine an den zahlreichen Leuten, die diesen Vortrag besucht haben.

Die Frage, die sich bei der Beschäftigung mit der Naturwissenschaft unter dem christlichen Glauben stellt, ist die Frage nach der Schöpfung. Oder war es jetzt doch der Urknall? Es gibt in der heutigen Zeit nur wenige anerkannte Wissenschaftler, die überhaupt noch an dem Urknall zweifeln. Denn bereits 1965 hatten viele Forscher die Vermutung, dass es den Urknall gegeben haben könnte, konnten es aber nicht beweisen. Im Jahre 2006 wurde dann der Beweis des Urknalls erbracht, indem man die kosmische Hintergrundstrahlung, die bei der Entstehung der Erde entstanden ist, nachgewiesen hat. Und nun? Hat sich die Bibel dann wohl doch geirrt? Nein. Denn eine Frage kann die Wissenschaft nicht klären: Wer hat denn beim Urknall eigentlich geknallt?

So ist einer der größten Wissenschaftler Max Planck zu dem Ergebnis gekommen: “Wissenschaft und Glauben sind keine Gegensätze, sondern ergänzen und bedingen einander”. Der häufig verwendete Satz “ich glaub nur das was ich sehe” ist jedoch bereits längst veraltet. Habt ihr jemals den Wind gesehen, oder den elektrischen Strom?

Viele Wissenschaftler sind auf der Suche nach der ultimativen Formel. Einer Formel mit der man alles erklären kann und mit der sich alles vorhersagen lässt, der sogenannten Weltformel. Die meisten atheistischen Wissenschaftler sind der Meinung, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis man die Weltformel aufgestellt hat. Dann hätte man Gott abgeschafft. Aber wieso sollte Gott abgeschafft sein, nur weil wir Menschen eine seiner Formeln entdeckt haben? Wir Menschen sind in dem gesamten Universum so klein und unwichtig, wieso sollte sich der Schöpfer von allem verabschieden, nur weil wir einen seiner Baupläne entdeckt haben?

Jedoch kann man Gott nicht beweisen, sowie man die Schwerkraft beweisen kann. Aber mal ganz ehrlich: Hat das der Schöpfer von allem überhaupt nötig, dass wir ihm seine Anwesenheit bestätigen? Wenn man sich mit der Naturwissenschaft ein bisschen genauer beschäftigt, gerät man derartig ins Staunen, dass es klar ist, dass hinter allem ein Allmächtiger stehen muss. Prof. Dr. Schimmel hat das ganz anschaulich anhand einer Naturkonstanten verdeutlicht. Wenn sich die Ladung eines Elektrons auch nur um ein kleines bisschen ändern würde, wäre kein Leben möglich. Ein christlicher Forscher hat ausgerechnet, in welchem Spielraum sich die Naturkonstanten ändern könnten, ohne dass es eine Auswirkung auf unser Leben hätte. Er ist dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass die Konstanten in einem so kleinen Rahmen liegen, wie man zielen muss, wenn man mit einem Gewehr ein Ziel von 1 cm Länge treffen möchte – und das von der anderen Seite des sichtbaren Universums.

Prof. Dr. Thomas Schimmel hat viele treffende Beispiele gebracht, um den Teilnehmern die Wissenschaft zu erklären. Falls ihr noch mehr über dieses spannende Thema wissen wollt, hört euch einfach den Vortrag an. Es lohnt sich.


Prof. Dr. Schimmel

Prof. Dr. Thomas Schimmel promovierte in Physik an der Universität Bayreuth. Bisher hatte er Professuren an Universitäten in München und Linz. Seit 1996 lehrt er am Institut für Angewandte Physik der Universität Karlsruhe, Karlsruhe Institute of Technology (KIT), und beteiligt sich an zahlreichen Forschungsvorhaben. Er ist Initiator und Sprecher des Forschungsnetzwerks „Funktionelle Nanostrukturen“ in Baden-Württemberg. Professor Schimmel ist Leiter der dortigen Arbeitsgruppe für Nanostrukturierung und Rastersondenverfahren. Er ist begeistert von Gottes Schöpfung und kann beide Gebiete in beeindruckender Weise miteinander verbinden und auch verständlich darüber sprechen.