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Trotzdem versöhnt leben

Frida Gashumba | 12. Juni 2011 | 2011 | Schlagworte: Versöhnung , Buch , Vergebung , Sonntag , Seminar , Ruanda , Zeugnis , Völkermord

Als Einzige ihrer Familie überlebte sie im Jahr 1994 den Völkermord in Ruanda. Sie selbst lag totgeglaubt in der Grube, in die die Mörder ihre Familie geworfen hatten. Doch sie überlebte auf wunderbare Weise. Kurze Zeit später änderten sich die Verhältnisse im Land. Nach einem Suizidversuch fand Frida mitten im Trauma durch ein Mädchen ihrer Highschool zu Gott.

Sie lebte als Christ, doch es gab ein großes Problem: die Vergebung. “So wurde ich zu einem bitteren Christen, immer mehr. Ich habe meine Bibel aufgeschlagen und ich las immer mehr über Vergebung (Stephanus; Jesus am Kreuz: “Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun”).”

Schließlich wurde Frida ganz deutlich: "Es hat keinen Wert zu warten, dass jemand anderes zu dir kommt. Vergebung ist ein Geschenk, das du dir selbst machst.” Sie besuchte zunächst den Mörder ihres Vaters im Gefängnis, später eine frühere Nachbarin in ihrem Heimatdorf: “An diesem Tag habe ich gespürt, wie Bitterkeit und Hass mein Herz verlassen haben und ich habe mich so frei gefühlt wie nie zuvor.”

“Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, …” (Matthäus 5,44-45)

Ich möchte euch sagen: “Es gibt einen Gott im Himmel, der dich, der mich heilen kann. Es ist in deiner Hand, mit der Vergebung umzugehen.”

Inzwischen ist Frida verheiratet, hat zwei eigene und ein adoptiertes Hutukind und leitet eine Arbeit unter Waisenkindern in Ruanda. Das Haus ihrer Eltern hat sie wieder aufgebaut. Ihre Kinder spielen mit den Kindern derer, die ihre Eltern getötet haben. “Ich möchte meinen Kindern beibringen: Wir sind eins.”

Frida ist Autorin des bei cap-books erschienenen Buchs “Frida – vom Tod zum Leben”.


Frida Gashumba

Frida Gashumba hat ihre gesamte Familie im Völkermord Ruandas (1994) verloren. Sie selbst lag tot geglaubt in dem Graben, in den die Mörder ihre Familie geworfen hatten. Doch sie überlebte auf wunderbare Weise. Über ihren Lebensweg und wie für sie mit Gottes Hilfe Vergebung und ein Neuanfang möglich waren, berichtete sie an Pfingsten 2011.