Hilf uns, das Archiv weiterhin kostenlos anzubieten!

MyStory.me

Andreas Boppart | 08. Juni 2014 | 2014 | Schlagworte: Seminar , Christsein , Evangelisation , Zeugnis , Mission

Warum glaubst du? Was antwortest du, wenn dich jemand das fragt? Kannst du locker-flockig erklären, was dich an Jesus fasziniert? Oder geht es dir, wie mir, dass du erstmal überlegen musst und dann stotternd anfängst irgendetwas zu erzählen?

Genau so ging es auch einigen Teilnehmern, denn Boppi fragte zu Beginn des Seminars frech einige Leute aus den ersten Reihen, warum sie glauben. Fazit der kleinen Umfrage war, dass es gar nicht so leicht ist, Leute zu packen. Außerdem will jemand, der dem Glauben kritisch gegenübersteht, nicht an Jesus glauben, weil er dich kennt. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen mit Jesus machen. Aber wir können anderen Lust machen, es selbst auszuprobieren, indem wir unsere Geschichten erzählen. Geschichte, erlebte Dinge, so etwas hat Power, so etwas macht Lust. Die passende Bibelstelle steht in 1 Petrus 3,15: "Und seid jederzeit bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der euch auffordert, Auskunft über die Hoffnung zu geben, die euch erfüllt." Manchmal ist es aber gar nicht so einfach das Richtige zu sagen. Schon in der Bibel stand der Prophet Nathan vor der Herausforderung, dem großen König David zu sagen, was er falsch gemacht hat. Das konnte damals auch mal schnell mit einer Steinigung wegen Majestätsbeleidigung enden. Doch Nathan stellte es geschickt an und erzählte David eine Geschichte, die dieser verstehen konnte. Nachzulesen in 2 Samuel 12. Daran sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, Geschichten zu erzählen. Damals wie auch heute lieben Menschen Geschichten. Genauso entscheidend ist es aber auch, wie man die Geschichte erzählt. Da müssen Emotionen transportiert werden und der Zuhörer muss das Geschehen quasi bildlich vor Augen haben. Soweit zur Theorie. Was ist jetzt aber deine ganz persönliche Geschichte? Vielleicht sagst du jetzt: Ich habe keine Geschichte mit Gott! Wenn du Christ bist, dann überlege dir, warum du überhaupt glaubst. Gott ist dir in deinem Leben bestimmt schonmal begegnet. Es muss nichts spektakuläres sein. Erzähle einfach, wo du Gott erlebt hast. Um deine Geschichte spannend zu erzählen, kannst du drei einfache Dinge beachten:

1. Gib deiner Geschichte eine Struktur. Am einfachsten ist es zu erzählen, wie es vorher war, was dein Erlebnis mit Gott war und wie es dir danach ging. Und schon hast du eine gute Struktur.

2. Male mit deiner Geschichte Bilder. Erzähle so, dass deine Zuhörer es sich bildlich vorstellen können, was du erlebt hast.

3. Packe Emotionen in deine Geschichte. Erst dadurch wird deine Geschichte richtig packend. Lass die Veränderung, die du erfahren hast, sichtbar werden.

Und jetzt wurde es richtig praktisch. Jeder sollte sich in drei Minuten seine Geschichte mit Gott überlegen und aufschreiben. Danach erzählten wir jeweils unserem Banknachbarn unsere Geschichte und hörten die des anderen. Zusätzlich sollten wir uns noch gegenseitig Feedback zu unserer Geschichte geben. Dieser Aufforderung kamen viele nach und durch das Gemurmel kam man sich wie in einem Bienenstock vor. Als letzten Tipp gab uns Boppi mit auf dem Weg, immer mit Leidenschaft zu erzählen.

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, probiert es doch einfach mal aus. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel im Jugendkreis. Der ein oder andere mag die Methode aus der Schule kennen, aber sie lässt sich auch für schöne Dinge anwenden: Kugellager. Dazu steht die eine Hälfte in einem Kreis mit dem Rücken nach innen und die andere Hälfte bildet darum einen zweiten Kreis mit dem Gesicht in die Mitte. Nun stehen sich immer zwei Leute gegenüber und können sich ihre Geschichte gegenseitig in jeweils einer Minute erzählen. Danach dreht sich ein Kreis um eine Position und das Spiel beginnt von vorne.

Ansonsten könnt ihr eure Geschichte bei mystory.me veröffentlichen. Genaue Informationen, wie das funktioniert, gibt es auf der Homepage . Da habt ihr die Möglichkeit, eure Geschichte Menschen auf der ganzen Welt zu erzählen und sie können euch zurückschreiben. So kannst du mit ganz vielen Leuten in Kontakt kommen und sie für Jesus begeistern. Außerdem kannst bei mystory.me Visitenkarten mit dem Link zu deiner Geschichte bestellen. Die kannst du dann an Interessierte verteilen. Zum Beispiel, wenn du im Bus jemanden triffst oder deinem Friseur. So kann eine Zehn-Sekunden-Begegnung zu einem tiefgreifenden Schreibgespräch werden.

Also trau dich und erzähle deine Geschichte!


Andreas Boppart

Boppi – wie ihn alle nennen- heißt mit vollem Namen Andreas Boppart und ist Leiter von Campus für Christus Schweiz. Er ist eigentlich ein richtiger Bünzli-Schweizer, tiefgründig, sympathisch, leicht verrückt und doch total normal, mit beiden Füßen am Boden und dem Kopf im Himmel – ein frecher Träumer, dem Gott noch ‘ne ordentliche Portion Humor um die Ohren geklatscht hat. Boppi setzt sich leidenschaftlich dafür ein, dass Menschen Gott begegnen und Christen ihr Christsein authentisch leben. Sein