Mich lieben

Heinz Janzen | 16. Mai 2016 | 2016 | Schlagworte: Wert , Selbstannahme , Sein , Liebe , Vater , Kind , Zuhause

Die Geschichte vom Verlorenen Sohn mal anders betrachtet. Wir lesen die Geschichte aus Lukas 15. 

Es sind zwei Arten von Rechnungen, die Heinz Janzen in diesem Gleichnis erkennt.
Rechnungen, nach denen die beiden Söhne ihren Wert zu berechnen scheinen.

Der erste Sohn, der mit seinem Erbe durchbrennt, scheint nach folgender Rechnung zu leben:

Geld + Look + Macht = Wert

Er zieht seinen Wert aus einem ausschweifenden Leben. Geld, Macht, Parties, Sex, ...
Als er jedoch keine Knete mehr hat, wird er schlagartig vom "Partyhasen zum Zivi". Wortwörtlich unter den Schweinen im Dreck sitzend, darf er nun noch nicht einmal seinen Hunger mit deren "Schoten" füllen. Am Tiefpunkt seines Lebens angekommen, erkennt er was für einen Mist er gebaut hat.

Er entschließt sich zurück zu seinem Vater zu gehen.
A) Reumütig und mit einer Entschuldigung auf den Lippen, und 

B) mit einem Plan, für seinen Vater zu arbeiten, denn er fühlt sich absolut nicht mehr wert als Sohn heimzukehren.

Allerdings scheint er seinen Vater echt nicht gut gekannt zu haben. Denn mit einem solchen überschwenglich liebevollen Empfang und der Wiederaufnahme in die Kindschaft rechnete er nicht.

Als die Heimkehrer-Party in vollem Gange ist, tritt der zweite Sohn in Szene. Eifersüchtig und beleidigt. Er wirft seinem Vater vor, dass er nur schuften muss und nie etwas verlangt, noch von seinem Vater erhalten hat.

Jedoch kennt auch dieser Sohn seinen Vater nicht. Er scheint seinen Wert daraus gezogen zu haben, indem er alles richtig macht. Seine Check-Liste sah vermutlich so aus:

  • Gebote gehalten - check!
  • Keine Drogen - check!
  • Regelmäßig in die Kirche - check!
  • Bibel gelesen - check!
  • ... - check!

Nach welcher Rechnung definierst du deinen Wert? Und, wie siehst du Gott? Ist er ein Vater, bei dem du nur als Knecht zurück kehren darfst, oder als Vater bei dem du von der Party ausgeschlossen bist?

Egal ob du zur Vordertür abgehauen bist, wie Sohn Nr. 1, oder zur Hintertür, wie Sohn Nr. 2, eines bleibt:

Gott ist dein liebender Vater, der mit offenen Armen da steht und auf dich wartet!

Deshalb KOMM NACH HAUSE, aus dem Dreck in dem du steckst ...

KOMM NACH HAUSE, vom Schuften ...

DEIN WERT liegt im Sohnsein, im Tochtersein - in dem Gott, der DICH liebt.

ER ist ein Vater der ALLES für DICH tut, der mit offenen Armen dasteht und auf DICH wartet!

MERKE:
Du bist maßlos geliebt!
Und nur Zuhause beim Vater gibt es echte Liebe!

Nur zuhause beim Vater bist du total angenommen, und wo du angenommen bist, da kannst du dich selbst lieben!


Heinz Janzen

Mit seiner Frau Sandra und seinen beiden Kindern wohnt er in Neuss. Um seine Vision „Jugendliche aus Deutschland für Jesus zu gewinnen“ umzusetzen, reist der gelernte Jugendreferent als Coach, Prediger, Evangelist und Referent durchs Land. Zur Förderung von Mitarbeitenden in der Jugendarbeit hat er Lead222 gegründet, ein internationales Netzwerk für Coaching und Mentoring von Jugendleitern.