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Wohin? Immer zu Jesus!

Martin Buchsteiner | 04. Juni 2017 | 2017 | Schlagworte: Nachfolge , Sturm , Petrus

Ein Schweizer Tourist wollte in Spanien ein Kloster besuchen. Es lag auf einem nur 500 Meter hohen Berg. Der einzige Weg zum Kloster war ein Korb, in dem man hochgezogen wurde. Als sie schon ein paar hundert Meter oben waren, fragte der Tourist den Mönch: „Wie oft wechselt ihr das Seil aus?“ - „Immer, wenn es gerissen ist!“, gab der Mönch zur Antwort.

Vertrau einfach! - Wenn man das noch nie erlebt hat, ist es gar nicht so einfach loszulassen.
Petrus sagte zu Jesus: „Nein, ich werde dich nie verlassen, selbst wenn ich mit dir in den Tod gehen muss!“
Ganz typisch – immer die Klappe offen, aber wenn es darauf ankommt, bekommt er weiche Knie.
Bei dieser Geschichte ist es anders: Petrus ist nicht der einzige, der im Boot ist, aber er ist der einzige, der mit beiden Beinen aus dem Boot steigt. Wer bin ich? Petrus oder die anderen Jünger?

Will ich, dass Jesus mein Leben verändert?
Warum haben wir manchmal Angst loszulassen und Jesus unser Leben ganz anzuvertrauen?
Wir haben Angst, dass Gott etwas in unserem Leben verändert, was wir nicht wollen: 
Jesus, du kannst mich beschenken, aber nimm mir nichts weg! 
Du kannst mir meine Sünden wegnehmen, aber nicht meine Beziehung!
Ich weiß nicht, was Jesus in meinem Leben tun wird, wenn ich ihm mein Leben anvertraue.

Als Petrus aus dem Boot ausstieg, sah er die Finsternis und die Wellen; er bekam Angst vor dem Wasser, das für die Menschen früher die Grenze zwischen Himmel und Hölle war. Die Jünger hatten Angst vor den bösen Biestern, die sie holen würden, wenn sie aussteigen würden. Petrus hat das vorher noch nie gemacht. Als er aber Jesus dort entdeckt, sieht er diese Bedrohung plötzlich unter den Füßen von Jesus: „Alles hat Gott Jesus unter die Füße gelegt (1. Korinther 15,27a)“ - die Wellen, die Ängste, die Sorgen. Das eigentliche Problem, das Petrus hatte, war, dass er begonnen hatte, an Jesus zu zweifeln. Nachdem Jesus gesagt hatte: „Komm!“, müsste er eigentlich vertrauen. Was sagten die Jünger, nachdem alles vorbei war und Jesus und Petrus ins Boot gestiegen waren? – „Wow, du bist wirklich Gottes Sohn! Wir waren uns nicht ganz sicher, besonders als unser Freund begonnen hat zu sinken.“
Uns geht es ganz ähnlich. Unser Problem ist, dass wir auch immer wieder an Jesus zweifeln. Unser Problem ist, dass wir Angst haben, dass uns alles aus der Kontrolle gerät. 

Vertraust du Jesus von ganzem Herzen?
Eine Jugendliche, die mit 16 bereits beide Eltern verloren hatte, sagte trotz allem: „Ich vertraue Jesus – er wird für mich sorgen!“
Wenn du bereit bist, Gott zu vertrauen, loszulassen und Jesus nachzufolgen, wirst du immer ein göttliches Wunder in deinem Leben erfahren. Wenn du dieses Wunder erleben willst: Steig aus deinem Boot aus!
Wenn ich an Dingen festhalte, was kann ich dann empfangen?

Hingeben heißt nicht immer verlieren, sondern hingeben und Gott etwas Besseres daraus machen lassen!


Martin Buchsteiner

Martin Buchsteiner ist Leiter des Tauernhofes, eines internationalen Freizeitzentrums & Bibelschule der Fackelträger in Schladming, Österreich.

Schlagworte

Nachfolge

Sturm

Petrus