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Ich war ganz unten - raus aus Knast und Drogen

Gefährdetenhilfe Scheideweg | 19. Mai 2013 | 2013 | Schlagworte: Seminar , Geld , Drogen , Knast , Sonntag , Spielsucht , Zeugnis

So lautete der Programmpunkt der Gefährdetenhilfe Scheideweg. Drei junge Männer berichteten aus ihrem Leben, von Zerbruch, Spielsucht, Drogenmissbrauch …

Hier in Super-Kurzfassung frei wiedergegeben was Oskar, Marc, und Gunas erlebten.

Gunas, 29, kommt ursprünglich aus Lettland. Er war immer auf der Suche nach dem einfachen Geld. Er reiste durch verschiedene Länder. Versuchte sein Glück in Spielhallen mit Glücksspiel. Verkaufte Gras in Holland und arbeitete schwarz. Das Geld reichte nie. Ständig gab es Stress mit der Polizei, mit Klienten, etc. Die Sorge “Wo kann ich mir Geld pumpen?” war ständig da. Das ging in etwa 7 Jahre lang. Inzwischen in Deutschland kam dann der Zusammenbruch. Echte Hilfe fand er schließlich bei der Gefährdetenhilfe Scheideweg, wo er aktuell auch in einer WG wohnt. Er hat inzwischen verstanden: “… ich bin nicht umsonst hier!”

Er hat Jesus angenommen und sein Ziel ist im Himmel anzukommen.

Vor einem Jahr begann er eine Ausbildung und sein Wunsch ist es, eine Familie zu gründen und … den Führerschein zu machen.

Marc, 22, kommt aus Wuppertal. Als er zwei Jahre alt war, starb sein Vater. Seine Mutter hatte psychische und Alkohol-Probleme. Angespornt durch vermeintliche Freunde beginnt Marc im Alter von 14 mit dem Kiffen. Mit 16 nahm er dann Kokain, Amphitamine, etc. Damit verbunden geriet er mehr und mehr in die Beschaffungskriminalität hinein. Er brauchte Geld um sich den Stoff leisten zu können, zumindest 20 € pro Tag. Er trieb das Geld auf … durch klauen, Freunde belügen, dealen, Sachen verkaufen, usw.

Marc: “Drogen funktionieren nur vorübergehend. Irgendwann mal macht auch der Kopf schlapp. Man verbaut sich das ganze Leben damit. Ich war schon kurz davor, vor den Zug zu springen.”

Die Hilfe kam schließlich durch einen 30 Jahre älteren Mann. Jedoch nicht in Form von Geld oder so. Nein, der Mann betete mit Marc. Er bleibt an Marc dran, unterstützt diesen, besorgt ihm einen Rechtsanwalt, und bringt ihn schließlich in Kontakt mit der Gefährdetenhilfe. Hier wohnt er nun auch in einer WG und teilt sich das Zimmer mit Oskar.

Oskar, aus Leipzig. Ist, im Gegensatz zu Gunas und Marc, behütet in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen. In der rebellischen Teenagerzeit fing er an Scheiß zu bauen, bei Nachbarn Scheiben einzuschmeißen, etc. Durch seinen Vater, der mit der Gefährdetenhilfe Scheideweg verbunden ist, bekommt er die Möglichkeit in einer christlichen WG mitzuwohnen. Dort lebte er ein halbes Jahr, bis ihm klar wird, dass das fromme Vorspielen keinen Sinn macht. Entweder er geht oder macht klare Sache mit Jesus. Zwar hatte er sich bereits schon mehrfach für Jesus entschieden, dennoch beginnt er nochmal von vorn. Er gibt Jesus nochmals, und bewusst, sein Leben. Das war dann auch …

… die Wende, Jesus veränderte ihn!

Inzwischen hat er seine Ausbildung im Gartenlandschaftsbau abgeschlossen. Er bleibt dennoch in der WG. Er will mit den Menschen dort sein Leben teilen.

Hinter jeder (dieser) Lebensgeschichte(n) stecken Wünsche und Träume. Sehnsucht nach Angenommensein, Anerkennung, nach Liebe. Auf der Suche danach, und um zu überleben (wie im Fall von Marc), sind sie auf diese Abwege geraten. Hätten sie vielleicht echte Freunde gehabt, die mit Jesus leben, die ihnen zur Seite gestanden hätten, wäre ihr Leben vielleicht anders verlaufen.

Was wir tun können ist, unser Leben zu teilen. Für Menschen mit solchen Problemen, besonders aber auch für Menschen im Knast, gibt es nichts Schöneres als Menschen von “außerhalb” zu sehen … freie Menschen!

Wenn wir in Jesus frei geworden sind, können wir nichts besseres tun als unser Leben mit Menschen zu teilen und Licht zu sein …

Es gibt viele Möglichkeiten Leben zu teilen und zu helfen.

–> Teile es! 


Gefährdetenhilfe Scheideweg

In der Gefährdetenhilfe Scheideweg e.V. engagieren sich Christen für junge Menschen, die im Knast waren.