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Das große Comeback

Hans Peter Royer | 19. Mai 2013 | 2013 | Schlagworte: Ewigkeit , Sonntag , Wiederkunft , Himmel

Warum sollten wir uns mit dem Himmel beschäftigen?

Jene Christen, die sich extrem viel mit dem Himmel beschäftigt haben, waren auf dieser Erde die brauchbarsten Menschen – weil sie sich nicht aus dem Gleichgewicht haben bringen lassen.

Apostelgeschichte 1,8-11

„Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.“

Was geschah an Himmelfahrt?

Jesus setzte sich zur Rechten Gottes. Seine Gegenwart nahm eine neue Form an: „Es ist nützlich für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch“ (Johannes 16,7). In anderen Worten sagt Jesus: Wenn ich in diesem Leib bleibe, kann ich immer nur an einer Stelle sein, aber wenn ich weggehe, kann ich überall gegenwärtig sein. Wo der Heilige Geist wirkt, da wirke ich. Wenn der Heilige Geist kommt, komme ich.

Die Bibel lehrt, dass Jesus wiederkommen wird:

Wenn Jesus wiederkommt, kommt er als Richter (Matthäus 24,29.30; 25,31; Offenbarung 19,11-16).

Wenn wir über Gott als Richter reden, ist es uns unangenehm. Wir haben oft ein einseitiges Verständnis von Gericht. Die Tatsache, dass Gott die Welt richten wird, sollte uns zunächst einmal ermutigen. Im Alten Testament finden wir häufig den Wunsch: Gott, wann kommst du endlich und machst alles gerecht? – Am letzten Tag wird alle Ungerechtigkeit aufgedeckt werden.

Hebräer 9,27: „Es ist dem Menschen gesetzt, einmal zu sterben; danach aber das Gericht: So wird auch der Christus zum zweiten Mal ohne Sünde denen zum Heil erscheinen, die ihn erwarten.“

Dass das Gericht stattfindet, ist klar biblisch; aber wie das Gericht ausgeht, das weiß niemand von uns. Wie es bei dir und bei mir ausgeht, wenn du zu Jesus gehörst, weiß ich: Dann komme ich nicht ins Gericht!

Wann ist das große Comeback?

Die Jünger hatten drei Missverständnisse über das zweite Kommen von Jesus:

„Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?“ (Apostelgeschichte 1,6)

Johannes Calvin bemerkte dazu: Jedes Wort war ein Irrtum.

- Sie irrten sich bezüglich des geographischen Ortes, wo Jesus wiederkommen wird. Die Jünger dachten an Israel und pachteten Gott für sich als nationales Eigentum. Jesus korrigierte sie: „Ihr werdet meine Zeugen sein … bis ans Ende der Welt“ (Gott verheißt das schon Abraham in 1. Mose 12,3).

- Die Jünger fragten sich: Wann geschieht es? Jetzt nach der Auferstehung?

Gott hat einen Zeitpunkt fixiert. Doch Jesus sagt in Apostelgeschichte 1,7: „Es ist nicht eure Sache, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat.“

„Von jenem Tag“, sagt Jesus in Markus 13,32, „weiß niemand, nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, nur der Vater.“

Dennoch gab es viele Theorien darüber, wann Jesus wiederkommt.

Der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht – unerwartet. Wir sollen Jesus erwarten.

Doch nicht über den Zeitpunkt seiner Wiederkunft spekulieren.

- Sein Reich hat geistlichen Charakter.

Jesus sagte zu Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt …“

Das Reich Gottes ist kein geografisches Reich, sondern im Sinne von Menschen.

Lukas 17,20: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“

Was ist das Reich Gottes?

Euer Körper ist der Tempel Gottes – darin wohnt Gott; das ist sein Reich. „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist?“ (1. Korinther 6,19)

Jesus morgens fragen: „Herr, wo möchtest du heute mit deinem Leib hingehen?“

Der letzte Satz in der Offenbarung lautet: „Ja, ich komme bald.“ Der griechische Begriff für „bald“ kann auch mit “schnell, geschwind” übersetzt werden.

Das ist auch ein Wort, das unsere Zeit beschreibt, die durch etwas gekennzeichnet ist, was es noch nie in der ganzen Weltgeschichte gegeben hat: die hohe Geschwindigkeit.

Jesus gibt uns in Matthäus 24,4-8 einen Einblick, wie der Anfang der (Geburts-)Wehen für das Ende der Welt aussehen wird.

Was hat das mit uns heute zu tun?

Wir dürfen wissen: Jesus kommt und wird alles recht machen. Er wird Frieden bringen – Shalom.

Wir dürfen hinausgehen und bezeugen, dass er der Herr ist.


Hans Peter Royer

Hans Peter Royer ist in der Ramsau in Österreich aufgewachsen. Er war Automechaniker, Bergführer, Schilehrer – und Bibellehrer. Von 1991 bis zu seinem Tod im Sommer 2013 leitete er die Fackelträger-Bibelschule „Tauernhof“ in Schladming. Er sagte gern und kurz, was ihm wichtig war: „Einfach lernen ganzheitlich, authentisch als Christ mit dem Herrn Jesus zu leben – 24 Stunden am Tag, 60 Minuten die Stunde.“